Time to Hire reduzieren: Tipps für effizientes Recruiting

So optimieren Sie Ihren Recruitingprozess, um die Time to Hire zu verkürzen

So optimieren Sie Ihren Recruitingprozess, um die Time to Hire zu verkürzen
8. April 2025

Wenn Sie neue Talente suchen, wissen Sie: Der Rekrutierungsprozess kann sehr zeitaufwändig sein. Mit diesen Tipps verringern Sie die Time to Hire.

Inhalt

Wie lange dauert es durchschnittlich, eine Stelle zu besetzen?

Von zirka 30 Tagen bis über 150 Tage: Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass die Dauer der Vakanz einer offenen Stelle stark variiert. Je nach Branche, Unternehmen, Stellenprofil und Jahreszeit kann es deutliche Unterschiede geben. Eine Studie der Bitkom ergab 2023, dass es in der IT sogar durchschnittlich 7,7 Monate (ca. 230 Tage) dauert, bis eine Stelle besetzt ist.

Eine derart hohe Time to Hire können wir nicht bestätigen. „Allerdings ist es wirklich eine große Herausforderung für deutsche Unternehmen, passende IT-Fachkräfte zu finden und sie einzustellen“, erklärt Ella Leigh von Ratbacher. Die Expertin für SAP-Personalberaterin weiter: „Wir empfehlen unseren Kunden, mindestens 60 Tage einzuplanen – das ist ein realistischer Zeitrahmen.“

Die Gründe für die hohe Time to Hire fallen vielfältig aus. Zum Beispiel gibt es in einigen Branchen, besonders im IT-Bereich, einen eklatanten Fachkräftemangel. Zudem tun sich zahlreiche Firmen schwer – besonders Start-ups und kleine mittelständische Unternehmen -, die Talente passend anzusprechen und einen effizienten Rekrutierungsprozess aufzusetzen.

Welche Faktoren verkürzen die Time to Hire im Recruiting effektiv?

Um die Time to Hire signifikant zu verkürzen, müssen an mehreren Stellen Optimierungen vorgenommen werden. Dies sind die wichtigsten Aspekte:

Genaue Stellenausschreibung
Präzise Anforderungsprofile sind wichtig, um ungeeignete Bewerber von vornherein auszuschließen. Definieren Sie daher gemeinsam mit der Fachabteilung die detaillierten Anforderungen an eine Stelle.

Passgenaue Rekrutierungskanäle
… helfen Ihnen, die besten Talente zu erreichen. Nutzen Sie eine Kombination aus Jobbörsen, sozialen Netzwerken und Karrieremessen, um Ihre Reichweite zu maximieren. Testen Sie von Zeit zu Zeit neue Plattformen.

Prozesse standardisieren
Legen Sie klare Abläufe und Zuständigkeiten fest. Verwenden Sie Checklisten und Vorlagen, damit bei der Talentsuche nichts vergessen wird. So läuft auch in Ihrer Abwesenheit alles bestmöglich ab.

Interne Kommunikation verbessern
Sorgen Sie für kurze Abstimmungswege und klar definierte Zuständigkeiten. Sind mehrere Personen in die Talentsuche integriert, sollten Sie regelmäßig Meetings für den engen Austausch anberaumen.

Optimierte Interviews
Laden Sie nicht gleich jeden guten Bewerber in Ihre Räumlichkeiten ein. Integrieren Sie stattdessen Telefoninterviews und Vorstellungsgespräch über Videokonferenz-Tools in Ihren Recruitingprozess.

Digitalisierung und Automatisierung

Versuchen Sie, Ihre Abläufe so digital wie möglich zu gestalten. Nehmen Sie beispielsweise Bewerbungen per E-Mail an und nutzen Sie Bewerbermanagement-Systeme für die schnellere Auswahl der geeigneten Kandidaten.

Sechs Personen sitzen jeweils auf einem Stuhl nebeneinander und schauen auf ihre Tafeln.

KI-Unterstützung integrieren
KI im Recruiting ist angesagt! Es gibt daher immer mehr HR-Anwendungen, die Künstliche Intelligenz integrieren. Probieren Sie verschiedene Tools aus, um herauszufinden, welches am besten zu Ihren Anforderungen passt.

Employer Branding entwickeln
Unternehmen, die als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden, erhalten mehr Bewerbungen – und damit einen größeren Talentpool. Investieren Sie daher nachhaltig in Employer Branding.

Alle Mitarbeiter einbinden

Veröffentlichen Sie offene Stellen in Ihrem Intranet und führen Sie ein Anreizprogramm für Mitarbeiterempfehlungen ein. Schon kleine Incentives können eine große Wirkung haben.

Schalten Sie Anzeigen
Ihr Unternehmen muss nicht nur für seine Produkte oder Dienstleistungen werben, sondern auch für offene Stellen. Finden Sie geeignete Kanäle und stellen Sie ein ausreichendes Budget bereit.

Externe Unterstützung
Lassen Sie sich von erfahrenen Personalberatern bei der Stellenausschreibung, der Rekrutierung sowie beim Onboarding unterstützen. So können Sie sich auf Ihre Stärken konzentrieren.

Fazit

Jeder Tag zählt! Eine unbesetzte Stelle kostet Ihr Unternehmen Geld, weil zum Beispiel Projekte nicht wie geplant vorankommen oder neue Geschäftsfelder nicht erschlossen werden können. Arbeiten Sie deshalb kontinuierlich daran, die Time to Hire deutlich zu verkürzen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Probieren Sie sie aus und finden Sie Ihren individuellen, effizienten Weg zum Ziel.

Bilder: Adobe Stock

FAQ

Fragen und Antworten

Was bedeutet "Time to Hire" im Recruiting?
Die Time to Hire beschreibt die Zeitspanne vom Erstkontakt mit einem Kandidaten bis zur Vertragsunterschrift. Eine kurze Time to Hire spart Kosten und sichert Wettbewerbsvorteile im War for Talents.
Je nach Branche variiert die Time to Hire stark. Im IT-Bereich liegt sie laut Bitkom bei durchschnittlich 7,7 Monaten, während andere Branchen deutlich kürzere Besetzungszeiten haben.
Häufige Gründe sind unklare Prozesse, unpräzise Stellenausschreibungen, fehlende Abstimmung zwischen Fachabteilungen und eine zögerliche Kommunikation im Bewerbungsprozess.
Digitale Bewerbermanagement-Systeme, strukturierte Workflows, automatisierte Kommunikation und Videointerviews helfen, Prozesse zu beschleunigen und administrative Aufgaben zu minimieren.
Ein starkes Employer Branding erhöht die Sichtbarkeit, stärkt das Vertrauen in das Unternehmen und sorgt dafür, dass sich mehr passende Kandidaten bewerben – was die Time to Hire reduziert.
Mitarbeiterempfehlungen sind oft schneller, passender und zuverlässiger. Programme mit kleinen Incentives motivieren Teams, aktiv beim Recruiting zu helfen.
Personalberatungen verkürzen durch ihre Erfahrung und Netzwerke die Time to Hire erheblich – besonders bei schwer zu besetzenden Stellen oder komplexen Anforderungsprofilen.
Kombinierte Maßnahmen wie klare Anforderungen, schnelle Kommunikation, moderne Tools, persönliche Ansprache und strategisches Employer Branding liefern die besten Ergebnisse.

Über den Autor

Autorenprofil

Blog Autorin Veronika Rübelmann

Geschrieben von:

Veronika Rübelmann
Mit einer Firmenzugehörigkeit von rund 7 Jahren bei Ratbacher, bringt Veronika Rübelmann ein tiefgehendes Verständnis für die IT- und SAP-Arbeitswelt mit. Ihre Karriere begann im IT-Recruiting, wobei sie sich auf Softwareentwicklung und Infrastruktur spezialisierte. Heute trägt sie als Teamleiterin der internen HR-Abteilung maßgebliche Verantwortung und teilt ihr umfassendes Wissen als Autorin für HR- und Recruitingtrends in der IT- & SAP-Arbeitswelt in unserem Ratbacher Blog.

Kurzfassung

Die Time to Hire variiert stark, ist im IT-Bereich jedoch besonders hoch und kann mehrere Monate betragen, was Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Verkürzen lässt sie sich durch präzise Stellenausschreibungen, passende Recruitingkanäle, standardisierte und digitalisierte Prozesse, optimierte Interviews sowie den Einsatz von KI und starkem Employer Branding. Wer zusätzlich interne Mitarbeiter einbindet oder externe Recruiting-Experten nutzt, besetzt Stellen schneller und vermeidet hohe Kosten durch lange Vakanzen.
8. April 2025
8. April 2025

Wenn Sie neue Talente suchen, wissen Sie: Der Rekrutierungsprozess kann sehr zeitaufwändig sein. Mit diesen Tipps verringern Sie die Time to Hire.

Inhalt

Wie lange dauert es durchschnittlich, eine Stelle zu besetzen?

Von zirka 30 Tagen bis über 150 Tage: Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass die Dauer der Vakanz einer offenen Stelle stark variiert. Je nach Branche, Unternehmen, Stellenprofil und Jahreszeit kann es deutliche Unterschiede geben. Eine Studie der Bitkom ergab 2023, dass es in der IT sogar durchschnittlich 7,7 Monate (ca. 230 Tage) dauert, bis eine Stelle besetzt ist.

Eine derart hohe Time to Hire können wir nicht bestätigen. „Allerdings ist es wirklich eine große Herausforderung für deutsche Unternehmen, passende IT-Fachkräfte zu finden und sie einzustellen“, erklärt Ella Leigh von Ratbacher. Die Expertin für SAP-Personalberaterin weiter: „Wir empfehlen unseren Kunden, mindestens 60 Tage einzuplanen – das ist ein realistischer Zeitrahmen.“

Die Gründe für die hohe Time to Hire fallen vielfältig aus. Zum Beispiel gibt es in einigen Branchen, besonders im IT-Bereich, einen eklatanten Fachkräftemangel. Zudem tun sich zahlreiche Firmen schwer – besonders Start-ups und kleine mittelständische Unternehmen -, die Talente passend anzusprechen und einen effizienten Rekrutierungsprozess aufzusetzen.

Welche Faktoren verkürzen die Time to Hire im Recruiting effektiv?

Um die Time to Hire signifikant zu verkürzen, müssen an mehreren Stellen Optimierungen vorgenommen werden. Dies sind die wichtigsten Aspekte:

Genaue Stellenausschreibung
Präzise Anforderungsprofile sind wichtig, um ungeeignete Bewerber von vornherein auszuschließen. Definieren Sie daher gemeinsam mit der Fachabteilung die detaillierten Anforderungen an eine Stelle.

Passgenaue Rekrutierungskanäle
… helfen Ihnen, die besten Talente zu erreichen. Nutzen Sie eine Kombination aus Jobbörsen, sozialen Netzwerken und Karrieremessen, um Ihre Reichweite zu maximieren. Testen Sie von Zeit zu Zeit neue Plattformen.

Prozesse standardisieren
Legen Sie klare Abläufe und Zuständigkeiten fest. Verwenden Sie Checklisten und Vorlagen, damit bei der Talentsuche nichts vergessen wird. So läuft auch in Ihrer Abwesenheit alles bestmöglich ab.

Interne Kommunikation verbessern
Sorgen Sie für kurze Abstimmungswege und klar definierte Zuständigkeiten. Sind mehrere Personen in die Talentsuche integriert, sollten Sie regelmäßig Meetings für den engen Austausch anberaumen.

Optimierte Interviews
Laden Sie nicht gleich jeden guten Bewerber in Ihre Räumlichkeiten ein. Integrieren Sie stattdessen Telefoninterviews und Vorstellungsgespräch über Videokonferenz-Tools in Ihren Recruitingprozess.

Digitalisierung und Automatisierung

Versuchen Sie, Ihre Abläufe so digital wie möglich zu gestalten. Nehmen Sie beispielsweise Bewerbungen per E-Mail an und nutzen Sie Bewerbermanagement-Systeme für die schnellere Auswahl der geeigneten Kandidaten.

Sechs Personen sitzen jeweils auf einem Stuhl nebeneinander und schauen auf ihre Tafeln.

KI-Unterstützung integrieren
KI im Recruiting ist angesagt! Es gibt daher immer mehr HR-Anwendungen, die Künstliche Intelligenz integrieren. Probieren Sie verschiedene Tools aus, um herauszufinden, welches am besten zu Ihren Anforderungen passt.

Employer Branding entwickeln
Unternehmen, die als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden, erhalten mehr Bewerbungen – und damit einen größeren Talentpool. Investieren Sie daher nachhaltig in Employer Branding.

Alle Mitarbeiter einbinden

Veröffentlichen Sie offene Stellen in Ihrem Intranet und führen Sie ein Anreizprogramm für Mitarbeiterempfehlungen ein. Schon kleine Incentives können eine große Wirkung haben.

Schalten Sie Anzeigen
Ihr Unternehmen muss nicht nur für seine Produkte oder Dienstleistungen werben, sondern auch für offene Stellen. Finden Sie geeignete Kanäle und stellen Sie ein ausreichendes Budget bereit.

Externe Unterstützung
Lassen Sie sich von erfahrenen Personalberatern bei der Stellenausschreibung, der Rekrutierung sowie beim Onboarding unterstützen. So können Sie sich auf Ihre Stärken konzentrieren.

Fazit

Jeder Tag zählt! Eine unbesetzte Stelle kostet Ihr Unternehmen Geld, weil zum Beispiel Projekte nicht wie geplant vorankommen oder neue Geschäftsfelder nicht erschlossen werden können. Arbeiten Sie deshalb kontinuierlich daran, die Time to Hire deutlich zu verkürzen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Probieren Sie sie aus und finden Sie Ihren individuellen, effizienten Weg zum Ziel.

Bilder: Adobe Stock

FAQ

Fragen und Antworten

Was bedeutet "Time to Hire" im Recruiting?
Die Time to Hire beschreibt die Zeitspanne vom Erstkontakt mit einem Kandidaten bis zur Vertragsunterschrift. Eine kurze Time to Hire spart Kosten und sichert Wettbewerbsvorteile im War for Talents.
Je nach Branche variiert die Time to Hire stark. Im IT-Bereich liegt sie laut Bitkom bei durchschnittlich 7,7 Monaten, während andere Branchen deutlich kürzere Besetzungszeiten haben.
Häufige Gründe sind unklare Prozesse, unpräzise Stellenausschreibungen, fehlende Abstimmung zwischen Fachabteilungen und eine zögerliche Kommunikation im Bewerbungsprozess.
Digitale Bewerbermanagement-Systeme, strukturierte Workflows, automatisierte Kommunikation und Videointerviews helfen, Prozesse zu beschleunigen und administrative Aufgaben zu minimieren.
Ein starkes Employer Branding erhöht die Sichtbarkeit, stärkt das Vertrauen in das Unternehmen und sorgt dafür, dass sich mehr passende Kandidaten bewerben – was die Time to Hire reduziert.
Mitarbeiterempfehlungen sind oft schneller, passender und zuverlässiger. Programme mit kleinen Incentives motivieren Teams, aktiv beim Recruiting zu helfen.
Personalberatungen verkürzen durch ihre Erfahrung und Netzwerke die Time to Hire erheblich – besonders bei schwer zu besetzenden Stellen oder komplexen Anforderungsprofilen.
Kombinierte Maßnahmen wie klare Anforderungen, schnelle Kommunikation, moderne Tools, persönliche Ansprache und strategisches Employer Branding liefern die besten Ergebnisse.

Über den Autor

Autorenprofil

Blog Autorin Veronika Rübelmann

Geschrieben von:

Veronika Rübelmann
Mit einer Firmenzugehörigkeit von rund 7 Jahren bei Ratbacher, bringt Veronika Rübelmann ein tiefgehendes Verständnis für die IT- und SAP-Arbeitswelt mit. Ihre Karriere begann im IT-Recruiting, wobei sie sich auf Softwareentwicklung und Infrastruktur spezialisierte. Heute trägt sie als Teamleiterin der internen HR-Abteilung maßgebliche Verantwortung und teilt ihr umfassendes Wissen als Autorin für HR- und Recruitingtrends in der IT- & SAP-Arbeitswelt in unserem Ratbacher Blog.

Kurzfassung des Artikels

Die Time to Hire variiert stark, ist im IT-Bereich jedoch besonders hoch und kann mehrere Monate betragen, was Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Verkürzen lässt sie sich durch präzise Stellenausschreibungen, passende Recruitingkanäle, standardisierte und digitalisierte Prozesse, optimierte Interviews sowie den Einsatz von KI und starkem Employer Branding. Wer zusätzlich interne Mitarbeiter einbindet oder externe Recruiting-Experten nutzt, besetzt Stellen schneller und vermeidet hohe Kosten durch lange Vakanzen.
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